Auch 2026 warten spannende Sonderausstellungen auf unsere Besucher*innen.
Wir laden Sie herzlich ein, während der öffentlichen Ausstellungseröffnungen, auf die gelungenen Kunstwerke anzustoßen, die Künstler und Künstlerinnen persönlich kennen zu lernen und sich mit weiteren Interessierten thematisch auszutauschen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
„Gewebte Fantasien – Jacquardtextilien von Vivian Christlein“
vom 01. März – 07. Juni 2026
Mit der Sonderausstellung „Gewebte Fantasien“ präsentieren wir Ihnen eine eindrucksvolle Werkschau der Künstlerin Vivian Christlein. Es sind textile Arbeiten aus den vergangenen sechs Jahren zu sehen, die sich auf kreative und experimentelle Weise mit der traditionellen Jacquard-Webtechnik auseinandersetzen.
Die Ausstellung zeigt großformatige Jacquardgewebe, textile Collagen und detailreiche Bildmotive, bei denen die Bilder nicht gedruckt, sondern direkt in den Stoff eingewebt werden. So entstehen faszinierende textile Arbeiten mit besonderer Tiefe, Struktur und Farbwirkung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welches künstlerische Potenzial in der schon lange etablierten Webtechnik steckt. Vivian Christlein verbindet dabei traditionelle textile Verfahren mit zeitgenössischer Gestaltung und schafft Werke zwischen Kunst, Textil und Bild.
Entdecken Sie, wie lebendig und modern textile Kunst sein kann!
„Dress to impress – Kleider, die beeindrucken“
vom 21. Juni – 07. September 2026
Glanzvolle Mode, besondere Geschichten und textile Schätze aus über 100 Jahren: Das Oberfränkische Textilmuseum eröffnet die neue Sonderausstellung „Dress to impress – Kleider, die Eindruck hinterlassen“.
Zu sehen sind elegante Hochzeits- und Abendroben aus den Goldenen Zwanzigern bis hin zu schillernder Mode der 1980er Jahre. Die Ausstellung widmet sich der Frage, warum Menschen sich zu besonderen Anlässen gerne herausputzen – und welche Dresscodes früher wie heute gelten.
„Was gibt’s Neues? Textilkünstlerische Denkanstöße“
vom 27. September – 12. Dezember 2026
Unter dem Titel „Hallo! Was gibt’s Neues? Textilkünstlerische Denkanstöße“ sind vom 27. September bis 12. Dezember Werke von 30 Künstlerinnen und Künstlern aus sechs Ländern zu sehen. Die Ausstellung war zuvor im Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal zu Gast.
Die Beteiligten konnten selbst entscheiden, welches Thema sie aufgreifen und mit welchen Materialien und Techniken sie ihre Ideen umsetzen. Entsprechend vielfältig sind die Arbeiten: Sie beschäftigen sich unter anderem mit künstlicher Intelligenz und Digitalisierung, Klimawandel und Umweltverschmutzung, gesellschaftlichen Entwicklungen, Mode und persönlichen Erinnerungen.
So fragt Barbara Lange mit „KI im Quilt“, ob ein mit künstlicher Intelligenz entstandener Quilt ein Kunstwerk sein kann. Birgit Friese zeigt in „Haare & Öl“, wie Haare als natürliches Material zur Aufnahme von Öl und anderen Verunreinigungen eingesetzt werden können.
Einige Arbeiten treten außerdem direkt mit dem Textilmuseum in Dialog. Birgit Reinken richtet mit „Catch me if you can“ den Blick auf die historische Jacquardweberei und ihre oft übersehenen Details. Susanne Klinke bezieht in ihrer Rauminstallation „Wie wundervoll ist mein Heim und Haar“ das Schaudepot und den historischen Friseursalon ein.
Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig textile Kunst heute sein kann: Traditionelle Techniken treffen auf digitale Verfahren, ungewöhnliche Materialien werden neu interpretiert und textile Arbeiten verlassen die klassische Bildfläche.
Vor allem aber lädt „Hallo! Was gibt’s Neues?“ zum genauen Hinsehen ein. Denn manche Antworten entdeckt man erst auf den zweiten Blick.
Apropos zweiter Blick: im Treppenhaus können Sie ebenfalls bis zum 12.12. Werke der Patchwork-Künstlerin Monika Saalfrank bewundern. Zu sehen gibt es Patchwork-Paramente zu 20 verschiedenen Jahreslosungen.